{"id":103,"date":"2015-01-08T15:00:34","date_gmt":"2015-01-08T14:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fondation-rilke.ch\/?page_id=103"},"modified":"2015-07-01T10:25:26","modified_gmt":"2015-07-01T08:25:26","slug":"im-wallis-geschriebene-werke","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rilke1.destinazio.info\/de\/rainer-maria-rilke-2\/im-wallis-geschriebene-werke\/","title":{"rendered":"Im Wallis geschriebene Werke"},"content":{"rendered":"<div class=\"grid col-620\">\nEs ist die Zeit einer Vollendung, zu der die Walliser Landschaft das ihrige beitrug.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eso, wie ich es erlebe, scheint mir das Wallis nicht allein eine der herrlichsten Landschaften, die ich je gesehen habe \u2013, sondern auch in gro\u00dfartiger Weise f\u00e4hig, dem Ausdruck unserer inneren Welt vielf\u00e4ltige \u00c4quivalente und Entsprechungen anzubieten [&#8230;].\u201c<\/p>\n<h6>An Xaver von Moos, 2. M\u00e4rz 1922<\/h6>\n<\/blockquote>\n<p>In der Zeit zwischen dem 7. und dem 26. Februar 1922 wird Rilke von einem sch\u00f6pferischen Elan ohnegleichen erfasst. Innerhalb weniger Tage schreibt der Dichter vier neue Elegien und vollendet zwei weitere. Es werden am Ende zehn <em>Duineser Elegien<\/em> sein. Parallel dazu entsteht \u2013 zwischen dem 2. und dem 23. Februar, ein aus 55 Gedichten bestehender Zyklus, der den Elegien an Bedeutung kaum nachsteht: <em>Die Sonette an Orpheus.<\/em> Beide Werke erscheinen erst 1923.<\/p>\n<blockquote><p>Genug, es ist da.<br \/>\nIch bin hinausgegangen, in den kalten Mondschein und habe das kleine Muzot gestreichelt wie ein gro\u00dfes Tier \u2013, die alten Mauern, die mir\u2019s gew\u00e4hrt haben. Und das zerst\u00f6rte Duino.<br \/>\nDas Ganze soll hei\u00dfen:<br \/>\nDie Duineser Elegien.<br \/>\nMan wird sich an den Namen gew\u00f6hnen. Denk ich.<\/p>\n<h6>Rilke an seinen Verleger Anton Kippenberg, 9. Februar 1922<\/h6>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>Alles in ein paar Tagen, es war ein namenloser Sturm, ein Orkan im Geist (wie <strong>Damals<\/strong> auf <strong>Duino<\/strong>), alles, was Faser in mir ist und Geweb, hat gekracht, \u2013 an Essen war nie zu denken, Gott wei\u00df, wer mich gen\u00e4hrt hat.<br \/>\nAber nun i s t s. Ist. Ist.<br \/>\nAmen.<\/p>\n<h6>Rilke an Marie von Thurn und Taxis, 11. Februar 1922<\/h6>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>Endlich! Die \u201eElegien\u201c sind da. [&#8230;] Lieber Freund, jetzt erst werd ich athmen und, gefa\u00dft, an Handliches gehen. Denn dieses war \u00fcberlebensgro\u00df \u2013, ich habe gest\u00f6hnt in diesen Tagen und N\u00e4chten, wie damals in Duino, \u2013 aber, selbst nach jenem Ringen dort \u2013, ich habe nicht gewu\u00dft, da\u00df ein solcher Sturm aus Geist und Herz \u00fcber einen kommen kann! Da\u00df man\u2019s \u00fcbersteht! Da\u00df man\u2019s \u00fcbersteht.<\/p>\n<h6>Rilke an Anton Kippenberg, 9. Februar 1922<\/h6>\n<\/blockquote>\n<p>In der Zeit vom 12. bis 15. Februar 1922, also mitten in der Arbeit an den Elegien und Sonetten, schreibt Rilke auch den \u201eBrief des jungen Arbeiters\u201c, hervorgegangen aus einer Prosaskizze \u201eErinnerungen an Verhaeren\u201c, den belgischen Dichter, mit dem Rilke befreundet war.<\/p>\n<p><a style=\"text-align: right;\" href=\"#scroll-top\">\u2191<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2 id=\"vollendung\">Die Duineser Elegien<\/h2>\n<blockquote>\n<h3>Aus der Neunten Elegie:<\/h3>\n<p>Preise dem Engel die Welt, nicht die uns\u00e4gliche, ihm<br \/>\nkannst du nicht gro\u00dftun mit herrlich Erf\u00fchltem; im Weltall,<br \/>\nwo er f\u00fchlender f\u00fchlt, bist du ein Neuling. Drum zeig<br \/>\nihm das Einfache, das, von Geschlecht zu Geschlechtern gestaltet,<br \/>\nals ein Unsriges lebt, neben der Hand und im Blick.<br \/>\nSag ihm die Dinge. Er wird staunender stehn; wie du standest<br \/>\nbei dem Seiler in Rom, oder beim T\u00f6pfer am Nil.<br \/>\nZeig ihm, wie gl\u00fccklich ein Ding sein kann, wie schuldlos und unser,<br \/>\nwie selbst das klagende Leid rein zur Gestalt sich entschlie\u00dft,<br \/>\ndient als ein Ding, oder stirbt in ein Ding \u2013, und jenseits<br \/>\nselig der Geige entgeht. \u2013 Und diese, von Hingang<br \/>\nlebenden Dinge verstehn, da\u00df du sie r\u00fchmst; verg\u00e4nglich,<br \/>\ntraun sie ein Rettendes uns, den Verg\u00e4nglichsten, zu.<br \/>\nWollen, wir sollen sie ganz im unsichtbarn Herzen verwandeln<br \/>\nin \u2013 o unendlich \u2013 in uns! Wer wir am Ende auch seien.<\/p><\/blockquote>\n<p><a style=\"text-align: right;\" href=\"#scroll-top\">\u2191<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2 id=\"sonette\">Die Sonette an Orpheus<\/h2>\n<p>In Muzot ordnet Rilke seine Korrespondenz und schreibt in diesem Zusammenhang an eine M\u00fcnchner Freundin, Gertrud Ouckama Knoop, deren Tochter Wera, t\u00e4nzerisch und musikalisch begabt, mit 19 Jahren an Leuk\u00e4mie verstorben war. Rilke bittet die Mutter, ihm einen Gegenstand zu senden, der Wera teuer war. Gertrud Ouckama Knoop schickt ihm hierauf Aufzeichnungen, die sie \u00fcber Krankheit und Tod ihrer Tochter gemacht hat. Die Lekt\u00fcre dieser Seiten wird zu einem wichtigen Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Entstehung der \u201eSonette an Orpheus\u201c.<\/p>\n<blockquote><p>&#91;\u2026&#93; in einigen unmittelbar ergriffenen Tagen, da ich eigentlich meinte, an anderes heranzugehen, sind mir diese Sonette geschenkt worden.<br \/>\nSie werden beim ersten Einblick verstehen, wieso Sie die Erste sein m\u00fcssen, sie zu besitzen. Denn, so aufgel\u00f6st der Bezug auch ist (nur ein einziges Sonett, das vorletzte, XXIV<sup>e<\/sup>, ruft in diese, ihr gewidmete Erregung Weras eigene Gestalt), er beherrscht und bewegt den Gang des Ganzen und durchdrang immer mehr \u2014 wenn auch so heimlich, da\u00df ich ihn nach und nach erst erkannt \u2014 diese unaufhaltsame, mich ersch\u00fctternde Entstehung. &#91;\u2026&#93;<\/p>\n<h6>An Gertrud Ouckama Knoop, 7. Februar 1922<\/h6>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<h3>XXV<\/h3>\n<p><span style=\"font-family:'trump_mediaevalregular';\">Dich<\/span> aber will ich nun, <span style=\"font-family:'trump_mediaevalregular';\">Dich<\/span>, die ich kannte<br \/>\nWie eine Blume, von der ich den Namen nicht wei\u00df,<br \/>\nnoch <span style=\"font-family:'trump_mediaevalregular';\">ein<\/span> Mal erinnern und ihnen zeigen, Entwandte,<br \/>\nsch\u00f6ne Gespielin des un\u00fcberwindlichen Schrei\u2019s.<\/p>\n<p>T\u00e4nzerin erst, die pl\u00f6tzlich, den K\u00f6rper voll Z\u00f6gern,<br \/>\nanhielt, als g\u00f6\u00df man ihr Jungsein in Erz;<br \/>\ntrauernd und lauschend \u2013. Da, von den hohen Verm\u00f6gern<br \/>\nfiel ihr Musik in das ver\u00e4nderte Herz.<\/p>\n<p>Nah war die Krankheit. Schon von den Schatten bem\u00e4chtigt,<br \/>\ndr\u00e4ngte verdunkelt das Blut, doch, wie fl\u00fcchtig verd\u00e4chtigt,<br \/>\ntrieb es in seinen nat\u00fcrlichen Fr\u00fchling hervor.<\/p>\n<p>Wieder und wieder, von Dunkel und Sturz unterbrochen,<br \/>\ngl\u00e4nzte es irdisch. Bis es nach schrecklichem Pochen<br \/>\ntrat in das trostlos offene Tor.<\/p><\/blockquote>\n<p><a style=\"text-align: right;\" href=\"#scroll-top\">\u2191<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2 id=\"quatrains-roses\">Les Quatrains Valaisans und Vergers (1924), Les Roses, Les Fen\u00eatres (1927 erschienen)<\/h2>\n<p>Gedichte in einer \u201elangue pr\u00eat\u00e9e\u201c, einer geliehenen Sprache<\/p>\n<p>In diesen nach dem Sturm der \u201eDuineser Elegien\u201c und dem Nachsturm der \u201eSonette an Orpheus\u201c enstandenen Zyklen hat man lange nicht mehr als ein reizvolles, schwereloses Sprachspiel, bukolische Landschaftslyrik, eine Art beruhigtes Atemholen sehen wollen. Das ist indes nur ein Teilaspekt, ebenso die Dankbarkeit gegen\u00fcber dem Land, das die Vollendung der Elegien und Sonette \u201aerm\u00f6glicht\u2018 hatte. Rilke hatte schon immer einen tiefreichenden und bestimmenden Bezug zur Umgebung. In mehreren Sprachen hat er sich versucht, andere gelesen oder aus ihnen \u00fcbersetzt. Zur Aneignung des R\u00e4umlichen und Sichtbaren, zur Besch\u00e4ftigung mit der stets fortwirkenden Vergangenheit tritt als Bindeglied, als Mittel und Mittlerin der Einswerdung, die Sprache hinzu, in diesem Fall das Franz\u00f6sische, das die Landschaft Wallis wie die Rhone mit Frankreich (und damit auch mit Paris und der Vorkriegszeit) \u2013 f\u00fcr Rilke \u201awiederanheilend\u2018 \u2013 verbindet. Mit der \u201aneuen\u2018 Sprache, deren Verwendung etwas Spielerisches und Verj\u00fcngendes hat, erobert der Dichter zugleich poetisches und motivliches Neuland.<\/p>\n<h3><span style=\"font-family:'trump_mediaevalregular';\">Einige Beispiele<\/span><\/h3>\n<blockquote>\n<h3>Les Quatrains Valaisans<\/h3>\n<p>VI<br \/>\nPays silencieux dont les proph\u00e8tes se taisent,<br \/>\npays qui pr\u00e9pare son vin;<br \/>\no\u00f9 les collines sentent encore la Gen\u00e8se<br \/>\net ne craignent pas la fin!<br \/>\n&#91;&#8230;&#93;<br \/>\nPays dont les eaux sont presque les seules nouvelles,<br \/>\ntoutes ces eaux qui se donnent,<br \/>\nmettant partout la clart\u00e9 de leurs voyelles<br \/>\nentre tes dures consonnes.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote>\n<h3>XXXI<\/h3>\n<p>Chemins qui ne m\u00e8nent nulle part<br \/>\nentre deux pr\u00e9s,<br \/>\nque l&#8217;on dirait avec art<br \/>\nde leur but d\u00e9tourn\u00e9s,<\/p>\n<p>chemins qui souvent n&#8217;ont<br \/>\ndevant eux rien d&#8217;autre en face<br \/>\nque le pur espace<br \/>\net la saison.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote>\n<h3>Vergers<\/h3>\n<p>XVIII<br \/>\nEau qui se presse, qui court \u2013, eau oublieuse<br \/>\nque la\u00a0 distraite terre boit,<br \/>\nh\u00e9site un petit instant dans ma main creuse,<br \/>\nsouviens-toi!<\/p>\n<p>Clair et rapide amour, indiff\u00e9rence,<br \/>\npresque absence qui court,<br \/>\nentre ton trop d&#8217;arriv\u00e9e et ton trop de partance<br \/>\ntremble un peu de s\u00e9jour.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote>\n<h3>Les Fen\u00eatres<\/h3>\n<p>III<br \/>\nN&#8217;es-tu pas notre g\u00e9om\u00e9trie,<br \/>\nfen\u00eatre, tr\u00e8s simple forme<br \/>\nqui sans effort circonscris<br \/>\nnotre vie \u00e9norme?<\/p>\n<p>Celle qu&#8217;on aime n&#8217;est jamais plus belle<br \/>\nque lorsqu&#8217;on la voit appara\u00eetre<br \/>\nencadr\u00e9e de toi; c&#8217;est, \u00f4 fen\u00eatre,<br \/>\nque tu la rends presque \u00e9ternelle.<\/p>\n<p>Tous les hasards sont abolis. L&#8217;\u00eatre<br \/>\nse tient au milieu de l&#8217;amour,<br \/>\navec ce peu d&#8217;espace autour<br \/>\ndont on est ma\u00eetre.<\/p><\/blockquote>\n<p><a style=\"text-align: right;\" href=\"#scroll-top\">\u2191<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2 id=\"ubersetzer\">Rilke als \u00dcbersetzer<\/h2>\n<p>Nachdem die Elegien abgeschlossen waren, konzentriert sich Rilke sowohl auf seine franz\u00f6sischen Gedichte wie auch auf die \u00dcbersetzung von Val\u00e9ry. Rilke f\u00fchlt sich mit Frankreich verbunden und hat immer betont, wie wichtig f\u00fcr ihn Val\u00e9rys Dichtung ist. Er bewundert ihn sehr, die genaue Konzeption seiner Gedichte und seine raffinierte Sinnlichkeit. Seine \u00dcbersetzungen sind un\u00fcbertroffen. 1921 \u00fcbersetzt er das Gedicht \u201eLe cimeti\u00e8re marin\u201c. Zwischen 1921 und 1923 \u00fcbersetzt er 23 Gedichte aus \u201eCharmes\u201c, die 1925 unter dem Titel \u201ePaul Val\u00e9ry, Gedichte\u201c erscheinen. 1924 und 1926 folgen die \u00dcbersetzung der Prosadialoge \u201eEupalinos ou l&#8217;Architecte\u201c und \u201eL&#8217;\u00e2me et la danse\u201c und zwischen dem 15. und dem 27. Oktober 1926 \u201eTante Berthe\u201c. Rilke sch\u00e4tzte seine deutsche \u00dcbersetzung Val\u00e9rys Gedichte h\u00f6her ein als seine eigene franz\u00f6sische Dichtung. Val\u00e9ry konnte Rilkes deutsche Texte nicht lesen und ver\u00f6ffentlichte im November 1924 einige \u201e\u00e9chantillons modestes\u201c einige bescheidene Proben seiner franz\u00f6sische Dichtung in der Zeitschrift \u201eCommerce\u201c.<\/p>\n<p>In der Zeit von 1921 bis 1926 wurde Rilke zu einem gro\u00dfen Bewunderer, Freund und \u00dcbersetzer von Gedichtb\u00e4nden und Prosadialogen des franz\u00f6sischen Dichters Paul Val\u00e9ry. Monique Saint-H\u00e9lier \u00e4u\u00dferte sich dazu wie folgt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eNiemand auf der Welt d\u00fcrfte Val\u00e9ry tiefer geliebt und gew\u00fcrdigt haben als Rilke. \u201aIch war allein, ich wartete, mein ganzes Werk wartete. Eines Tages las ich Val\u00e9ry, da wusste ich, dass mein Warten zu Ende war.\u2018 Rilke hat diesem Werk alles abgewonnen, Gold, Weihrauch und Myrrhe, er hat sich mit Liebe, Geduld und Zartsinn dar\u00fcber gebeugt. In der Stille von Muzot, in den faltenlosen Stunden dieses Walliser Turms, wurden Val\u00e9rys Verse auf der Waage einer Zeit gewogen, die nicht irrt, einer Stille, die nicht tr\u00fcgt. Mit engelgleicheren H\u00e4nden und berauschterer Seele hat keiner je in Val\u00e9rys Seiten gebl\u00e4ttert, und niemand hat ihm unumschr\u00e4nkter zugestimmt. Nein, Rilke hat Val\u00e9rys Gedichte nicht \u00fcbertragen \u2013 seine Liebe ging dar\u00fcber hinaus \u2013, er wandte diesem Werk einen so lebensvollen Willen zu, dass es neu erstand. Hier ging es nicht um \u00dcbertragung, sondern um Osmose, um Bluttransfusion.\u201c<\/p>\n<h6>Monique Saint-H\u00e9lier: \u00e0 Rilke pour No\u00ebl. Bern 1927.<br \/>\n(\u00dcbersetzung: C. Ebneter)<\/h6>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div class=\"grid col-300 fit\">\n<h3>Inhalt<\/h3>\n<p><a href=\"#vollendung\">\u2013 Die Duineser Elegien<\/a><br \/>\n<a href=\"#sonette\">\u2013 Die Sonette an Orpheus<\/a><br \/>\n<a href=\"#quatrains-roses\">\u2013 Les Quatrains Valaisans und Vergers (1924), Les Roses und Les Fen\u00eatres (1927)<\/a><br \/>\n<a href=\"#ubersetzer\">\u2013 Rilke als \u00dcbersetzer<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fondationrilke.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-483\" src=\"https:\/\/fondationrilke.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part.jpg\" alt=\"Die Quatrains Valaisans, XXXI, 1920\" width=\"665\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part.jpg 665w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part-195x300.jpg 195w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part-100x154.jpg 100w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part-150x231.jpg 150w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part-200x308.jpg 200w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part-300x462.jpg 300w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part-450x693.jpg 450w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/poeme-Chemins-qui-ne-menent-nulle-part-600x924.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/fondationrilke.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/fondationrilke.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux.jpg\" alt=\"Radierung von G\u00e9rard de Pal\u00e9zieux, Les Quatrains Valaisans, Gonin 1983\" width=\"1024\" height=\"1368\" class=\"alignnone size-full wp-image-1154\" srcset=\"https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux.jpg 1024w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-225x300.jpg 225w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-767x1024.jpg 767w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-100x134.jpg 100w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-150x200.jpg 150w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-200x267.jpg 200w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-300x401.jpg 300w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-450x601.jpg 450w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-600x802.jpg 600w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/gravure-de-palezieux-900x1202.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/fondationrilke.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-484\" src=\"https:\/\/fondationrilke.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee.jpg\" alt=\"5. Sonett an Orpheus, 1. Teil der Sonette\" width=\"762\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee.jpg 762w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee-223x300.jpg 223w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee-100x134.jpg 100w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee-150x202.jpg 150w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee-200x269.jpg 200w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee-300x403.jpg 300w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee-450x605.jpg 450w, https:\/\/rilke1.destinazio.info\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sonnet-a-Orphee-600x806.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 762px) 100vw, 762px\" \/><\/a><br \/>\n<a 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